„ Die Eltern ins Boot holen“ war das Thema des diesjährigen Fachforums Inklusion. Zum sechsten Mal fand nun schon das Fachforum statt.

Christian Frey hat dazu extra ein Bild erstellt, das die Situation von Kind, Eltern und Schule (oder andere Einrichtung) oft zeigt: Alle wollen das Beste für das Kind, nur ist es oft nicht so leicht für Eltern, ins “Boot” der Einrichtung mit einzusteigen.

Ziel des Fachforums ist es, dass sich alle Einrichtungen in der Region vernetzen, die sich mit Kindern und deren Familien mit erhöhtem Förderbedarf im emotional-sozialen Bereich beschäftigen.

Hier sollen dann Ideen und Konzepte ausgetauscht werden.
Die diesjährige Veranstaltung vertiefte die Auseinandersetzung mit dem Konzept der “neuen Autorität” nach Haim Omer. 2017 war diese Theorie Thema des Fachforums gewesen.

Ralph Eichbauer vom Landratsamt nannte das Fachforum  ein „Paradebeispiel für gelungene Vernetzung“. Ziel sei es, die „gesellschaftlicheTeilhabe der Menschen zu verbessern, die nicht die besten Startmöglichkeiten haben“. Es sei wichtig, dass man auf auf die Bedürfnisse eingehe und die Einrichtungen sich darauf einstellten.

Christian Frey nannte die Fragestellung des Tages: „Wie können wir Eltern ins Boot holen?”.

80 Teilnehmer waren gekommen.

Zunächst hörten sie sechs „Best Practice“-Beispiele aus verschiedenen beruflichen Bereichen. Also Beispiele, die sich als gut herausgestellt hatten.

Susanne Beckers vom evangelischen Kindergarten Sonthofen berichtete von einem Spielkreis für Regelspiele, mit dem sie versuchten vor allem die Eltern von ausländischen Kindern anzusprechen.

Renate Müller vom Kinderschutzbund sagte, dass sie in ihren Elternkursen häufig feststelle, wie „Ängste schwinden und Eltern gestärkt werden“.

Steffen Buser, Lehrer an der Albert-Schweitzer-Schule, zeigte auf, dass ein Untersützerkreis aus Eltern und Mitarbeitern der Schule sich „im Schulalltag extrem positiv auswirken“ kann.

Auf großes Interesse stieß auch das Beispiel von Franz Brack. Er berichtete von den Abenden mit den Vätern und Kindern an der Albert-Schweitzer-Schule. Es gab bereits die Aktion “Pizza, Papa, Rakete” und die “Drachenbauaktion”. Er erklärte, wie man vorgehen kann, um die Väter zu erreichen.

Nach allen Beiträgen diskutierten die Teilnehmer die Beispiele in Kleingruppen und entwickelten weitere Ideen, wie zwischen Einrichtung und Eltern eine „Kooperation auf Augenhöhe“ (Christian Frey) gelingen könnte.

Am Ende wurden die Ergebnisse der Veranstaltung kurz zusammengetragen und darüber  nachgedacht. Es wurde klar: Auf die Haltung kommt es an. Um erfolgreich zusammenzuarbeiten muss man sich gegenseitig ernst nehmen und respektieren. Man muss Brücken bauen, auf denen man sich treffen kann und über die man leicht hin und her gehen kann, um sich auszutauschen.


“Wenn wir eine gemeinsame Haltung im Netzwerk innerhalb der Bildungsregion haben, dann ist schon viel gewonnen“.
Mit diesem Satz beendete Christian Frey das 6. Fachforum Inklusion.