Das Elternfrühstück oder besser gesagt der offene Frühstückstreff an der Albert-Schweitzer-Schule ist 10 Jahre alt. Ein Grund zu feiern, fanden Schulleiter Eberhard Vaas und Initiatorin Annette Schiller-Kaiser und luden Gäste ein. Unter ihnen ehemalige Schulleiter*innen, Helfer*innen und Kooperationspartner*innen. Die hauseigene Folkband “Sallys Garden” sorgte für den musikalischen Rahmen, das Cateringteam um Martina Bamberger für den vollen Magen.

Zeit ist relativ. Wenn man 10 Jahre verheiratet ist, spricht man nicht unbedingt von einer “langen Zeit”. Wenn man aber 10 Jahre lang jeden Mittwoch ein Frühstück auf die Beine stellt und dabei neben dem Frühstück auch noch ganz viele andere Dinge anbietet, dann ist das wahrlich schon eine lange Zeit. Für diese lange Zeit gab es zur Belohnung ein neues Logo, entworfen und gezeichnet von Christian Frey:

Angefangen hat alles im Dezember 2008. Aus einem Arbeitskreis, der sich überlegen wollte, wie man denn die Zusammenarbeit zwischen den Eltern und der Schule verbessern könne, entwickelte sich die Idee des Elternfrühstücks. Es war ihr „Traum“, so die ehemalige Schulleiterin Hildegard Schröder, „den Austausch mit den Eltern auszubauen und eine Begegnung auf Augenhöhe zu ermöglichen“.
Der damalige Projektplan liest sich im Rückblick durchaus innovativ.
Das Ziel war eine Elternarbeit, die eher wie eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe aussehen sollte. Mit Werten wie  „Gleichberechtigung, Verständnis, Unterstützung und Mitgefühl“, so Schulleiter Eberhard Vaas. Das war zum damaligen Zeitpunkt eine Idee, „die ihrer Zeit voraus“ war. Aber, sie hat sich durchgesetzt, auch mit Hilfe des Elternfrühstücks. Heute sprechen wir von Erziehungspartnerschaft – von einer Kooperation zwischen Elternhaus und Schule in gemeinsamer Verantwortung für das Kind.

Seit dem 10. Dezember 2008 wurde kein Mittwoch ausgelassen. Immer ließ sich Annette Schiller-Kaiser mit ihren Helferinnen etwas Neues für das Programm einfallen.
Neben dem einfachen Treff zum Frühstück über Informationsveranstaltungen zu Themen, die von Naturheilkunde über Astrologie bis zur Ernährungsberatung reichten, standen auch gemeinsame Ausflüge und Kräuterwanderungen auf dem Programm oder Aktionen wie Seife herstellen, Lachyoga oder Kerzen ziehen.
Sichtlich stolz erzählt Initiatorin Annette Schiller-Kaiser beim Festakt Geschichten aus den letzten Jahren und fasst zusammen: „Beständig, regelmäßig, verlässlich – wir sind immer da!“ Dafür, dass sie auch “immer da” sind und waren, wurden Conny Gmür, Ute Hög, Sonja Wienecke, Rosi Schemminger und Graziella Kautner geehrt. Ohne die liebenswerte und eifrige Mithilfe aller würde so ein Projekt schnell wieder einschlafen.

Und auch der Blick über den Tellerrand war hilfreich. Mit dem Helferteam aus Weiler um die Jas- Kraft Peter Kramer bestand frühzeitig Austausch und Kooperation. Der wichtigste Tipp, den Annette Schiller-Kaiser von ihm bekommen hat, war: “Macht regelmäßig jede Woche ein Frühstück, immer mit einem Thema (sonst schläft es schnell ein). Haltet ein Jahr lang durch, ganz egal wie viele Leute kommen”.

Das Durchhalten hat sich gelohnt. Heute steht das Elternfrühstück laut Eberhard Vaas “für die gute Kommunikation zwischen Eltern und Schule, den unkomplizierten Austausch, gemeinsam Positives undSchönes erleben, für gegenseitige Unterstützung
und die Begegnung auf Augenhöhe”.

Das Elternfrühstück findet jeden Mittwoch von 8:30 – 10:30 Uhr im Raum “Schülercafé” statt und es ist nicht nur für Eltern. Jeder ist willkommen, ob einmal oder regelmäßig spielt keine Rolle. Das aktuelle Programm findet sich hier.